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Theater, Großes Haus, Pforzheim

Der Silbersee

Oper von Kurt Weill, Text von Georg Kaiser, 19.40 Uhr Einführung

HOFFNUNGSVOLLE UTOPIE EINER SOLIDARISCHEN GESELLSCHAFT

Severin lebt in bitterer Armut am Rand der Gesellschaft, mit anderen Hungrigen aus der Stadt hinausgedrängt. Er wird beim Diebstahl einer Ananas von Polizist Olim angeschossen. Nachdem Olim im Lotto gewonnen hat, beschließt er, seine Schuld wieder gut zu machen. Unerkannt nimmt er Severin auf seinem neu erworbenen Gut zur Pflege auf. Olims Nichte erzählt Severin die Legende vom Silbersee. Dieser könne im Sommer zufrieren, um Hilfsbedürftige zu retten. Die ehemalige Gutsbesitzerin Frau Luber spielt die beiden Männer gegeneinander aus und erreicht geschickt die Schenkung des Gutes an sich selbst. Als Severin entdeckt, wer ihn aufgenommen hat, rast er vor Wut.

Der Silbersee ist Kurt Weills letzte Zusammenarbeit mit Georg Kaiser, bevor er 1933 nach Amerika emigrierte. Das Musiktheater wurde im selben Jahr zeitgleich in Leipzig, Erfurt und Magdeburg uraufgeführt. Weills Musik gibt dem Chor eine tragende Rolle und kombiniert Songs à la Dreigroschenoper mit symphonischen Leitmotiven. Dieses Wintermärchen ist eine hoffnungsvolle Utopie einer vereinten und solidarischen Gesellschaft. Nach der erfolgreichen Einbindung von Freiwilligen aus der Stadt Pforzheim und Umgebung in Nabucco wird Der Silbersee ebenfalls als Bürgertheater auf die Bühne gebracht.

Musikalische Leitung Markus Huber
Inszenierung Thomas Münstermann

Solisten und Chor des Theaters Pforzheim

Theater
Am Waisenhausplatz 5
75172 Pforzheim

Telefonnummer: 07231 392440
Webseite: www.theater-pforzheim.de

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