Naturheilverein, Christophallee 21, Seminarraum, Pforzheim

Der Biber

Geschichte, Verbreitung, Konflikte, Vortrag mit Beate Müller-Haug und Gunnar Hornstein

Der Biber ist zurück!

Derzeit kennen wir etwa 30 Biberreviere allein im Regierungsbezirk Karlsruhe. Grob geschätzt sind das etwa 120 Biber. Für ganz Baden-Württemberg nimmt man hingegen einen Bestand von 650 Tieren an. Das war nicht immer so, denn Mitte des 19. Jahr-hunderts verschwand der letzte Biber aus unseren Naturlandschaften. Die Gründe lagen in der starken Bejagung vor allem wegen seines dichten Pelzes und dem Bibergeil, ein Drüsensekret, dem allerlei heilende Wirkung zugeschrieben wurde. Seit 1980 ist der Biber besonders geschützt und steht auch in den Anhängen II und IV der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Damit genießt er einen sehr hohen Schutzstatus und die Bundesrepublik ist darüber hinaus verpflichtet für diese Art besondere Schutzgebiete auszuweisen.



In Baden-Württemberg wurden jedoch nie, wie z. B. in Bayern und Hessen, Anstrengungen unternommen, den Biber aktiv wieder anzusiedeln. Insofern ist die Art erst seit etwa 20 Jahren vermehrt präsent und sorgt hier und da für Aufsehen und auch Ärger. Unsere Biber kommen vor allem aus Bayern über Kocher, Jagst und Tauber zu uns. Mittlerweile werden auch kleine Bäche und Gräben besiedelt und aufgestaut. Denn der Biber ist ein hervorra-gender „Wasserbauer“ mit einem Erfahrungsschatz von 30 Millionen Jahren. Er gehört zu den wenigen Tierarten, die ihren Lebensraum aktiv gestalten und damit auch Biotope schafft, die anderen Tier- und Pflanzenarten zu Gute kommen. Der Vortrag stellt die Biologie und Lebensweise einer faszinierende Tierart vor und gibt Einblicke in den Alltag des Bibermanagements.

Naturheilverein, Christophallee 21
Christophallee 21
75177 Pforzheim

Telefonnummer: 07231 358866

Route

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