Theater, Großes Haus, Pforzheim

Faust II

Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe, Einführung 20 Min. vor Vorstellungsbeginn


Faust ist der ewig Suchende, der an die Grenzen seiner Möglichkeiten gelangen will und über diese hinaus. Nachdem er Gretchen ins Unglück gestürzt hat, setzt er seine Reise mit Mephisto fort. Sie eröffnet ihm einen weltgeschichtlichen Kosmos, der ihn unter anderem in die Antike führt, wo er Helena begegnet. Schließlich wird er Zeuge, wie der erste Mensch aus der Retorte geschaffen wird und wohnt der Erfindung des Papiergeldes bei. Erneut beginnt er, an der eigenen Existenz zu zweifeln. Der Vollkommenheit immer weiter entrückt, greift er zu einem letzten Mittel und plant, ein neues Weltreich ganz nach seinen Vorstellungen zu gründen.

Das Theater Pforzheim zeigt die Premiere von Faust II anlässlich des 75. Jubiläums des Pforzheimer Gedenktags 23. Februar 1945 . Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges hatten britische Bomber die Stadt weitgehend zerstört. Die Neuinszenierung folgt jener Aufführungsserie des ersten Teils von Goethes Tragödie und gewinnt vor dem Hintergrund des Gedenktages große Symbolkraft. Denn Goethe entfaltete in seinem Werk ein assoziationsreiches Welttheater, das die Sehnsucht nach dem Paradies zum Ausdruck brachte, zugleich aber eine Vorahnung der Moderne mit ihren menschlichen Katastrophen einschloss.

Inszenierung Thomas Münstermann

Theater
Am Waisenhausplatz 5
75172 Pforzheim

Telefonnummer: 07231 392440
Webseite: www.theater-pforzheim.de

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